Faiva mit unendlichen Möglichkeiten

Kennt ihr diese Rechteck-Cardigans? Drei gleichgroße Teile, in der Mitte von jedem Rechteck jeweils ein Ärmel reingefetzt und fertig?

Habt ihr eins von den Millionen Tutorials dazu mal ausprobiert? Nein? GUT!

Spart’s euch, die taugen nämlich nichts. Außer natürlich man hat eine rechteckige Figur, dann sitzt das vielleicht super. Aber an mir hängt das wie ein …boah, jetzt fehlt mir ein Wort…hm, ich würde sagen: Lappen.

Ich brauche tatsächlich schön ausgeformte Schultern und eine Taille, sonst sehe ich aus wie nach einem „Supersize me“ Experiment.
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Bei Faiva war ich erst ein bisschen kritisch, muss ich gestehen, wollte den Schnitt aber trotzdem gerne ausprobieren. Für mich war das Teil irgendwas zwischen der Rechteck-Jacke und Efiara. Nur mit viel mehr Stoff!

Zum Ausprobieren hab ich einen superschönen Schnäppchenstoff von meinem Lieblings-Portugiesen angeschnitten. Ich glaube, der war auch ca. 1.80 breit, was bei den großen Schnittteilen gut geholfen hat. 😉

Der Grundschnitt ist ein einfacher Zipfelcardigan – mit sehr sehr langen Zipfeln wohlgemerkt! So kann man ihn auch schon tragen und sich kreativ umknoten.151006_Faiva_01

Wenn man das nicht mag, kann man – so wie ich es gemacht habe – einen Steg annähen. Die Breite lässt sich dabei prima variieren, ich habe 40 cm genommen.
An den Enden des Stegs und an den Nähten im Ärmel befinden sich Druckknöpfe. Je nachdem wie man welchen Knopf miteinander verbindet, entstehen Tragevarianten. Dani hat da ein richtig cooles Wickel-Tutorial gemacht, alle Verwicklungen hab ich nämlich gar nicht alleine rausbekommen. 😀

Ich bin ja wirklich bekennender Wickelfan, aber ich will auch gerne,
dass alles gut sitzt und nicht verrutscht. Vielleicht war ich daher auch so skeptisch, ob das Teil zu mir passt.151006_Faiva_05

Außerdem hat man echt viel Stoff an sich dran. Der Cardigan, bzw. das Oberteil wird schwer, wenn man nicht ganz leichten Stoff verwendet. Denkt da dran besser, wenn ihr den Schnitt nähen wollt. 😉
Der Knackpunkt ist ein bisschen: Macht man den Steg in voller Breite (40 cm) kann man alle Tragevarianten wickeln und man hat die größte Flexibilität, aber auch den meisten Stoff zu handeln.
Nimmt man weniger, zum Beispiel nur 20 cm, wird das ganze Teil leichter, aber man kann auch nicht mehr alles wickeln.

Mein Tipp ist also: Nehmt einen sehr leichten und sehr weich fallenden Stoff!
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Meine Probeversion hat mich am Ende aber auf jeden Fall überzeugt – spätestens, als ich dann die Bilder von mir gesehen hab.

Ich hab im Anschluss dann auch noch eine zweite Faiva genäht – in weiß und silbergrau und wieder mit 40 cm Steg, die zeige ich euch dann mal bei Gelegenheit.151006_Faiva_03

Kurz darauf kam wieder die Kapuzendiskussion auf. Oh man, das ist echt jedes Mal so witzig. Das ist jetzt schon das dritte Probenähen, in dem irgendwann irgendwer mal ne Kapuze dranbastelt und alle so: „YEAH! KA-PUUUU-ZE!“ und die Schnittdame – welche auch immer – sagt: „Najut, wenn ihr unbedingt wollt!“

Faiva hat also auch einen Kapuzensteg bekommen, den ich noch nicht genäht hab. Leider bin ich aber felsenfest davon überzeugt, dass dieser Steg am besten ist. In der Mitte schön breit und an den Zipfeln dann schmäler. Vielleicht näh ich dann doch auch noch eine dritte Variante?

 

Und was meint ihr so zu Faiva – dem endlos-Wickelteil?

 

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SHORTS FACTS
Stoff: Jersey (The Sweet Mercerie)
Schnitt: Faiva (Schnittgeflüster)
Verlinkt: RUMSOut now!

Das eBook habe ich zu Testzwecken kostenfrei von Schnittgeflüster zur Verfügung gestellt bekommen.
Schnittgeflüster hatte keinerlei Einfluss auf diesen Post, er spiegelt nur meine persönliche Meinung zum Schnitt wieder.

 

7 thoughts on “Faiva mit unendlichen Möglichkeiten

  1. 1

    Ist ein sehr toller Post geworden mit super Bildern!
    Ich liebe meine Faivas auch wirklich sehr!!!

    LG, Nicole

  2. 2
    sandra sagt:

    Verwickelte Angelegenheit:)
    Die ganzen Tragemöglichkeiten sind schon toll, aber zuviel Stoff um mich rum macht mich dann doch nervös. Also auch bei mir: liebe ohne KAPUZE!
    Danke für Deine Tipps!
    Liebe Grüße
    Sandra

    • 2.1
      superkatinka sagt:

      Jaaa, echt verwickelt ist das! 😀
      Wenn du nicht so viel Stoff um dich rum haben willst, würde ich erst mal ohne den steh nähen und etwas mit den Knoten-Vatianten spielen. Wenn du dann noch mehr verkraftest, dann kannst du ja immernoch einen kleinen Steg annähen.
      Ich könnte mich ja echt über mich selbst kaputtlachen, dass ich zweimal genau die selbe Version genäht hab 😀
      Liebe Grüße!

  3. 3
    petite mamsell sagt:

    Ach, es ist herrlich erfrischend dich zu lesen…und mit dir gemeinsam zu nähen!
    Knutscha!

  4. 4

    […] ich mit meiner schwarzen Version von dem Ich-wickel-mich-ein-Mal-von-oben-bis-unten-komplett-ein-Teil fertig war, hatte irgendwer […]

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