Dear Culottes, I don’t speak Burda!

Culottes sind ja wahnsinnig praktisch – den Trend wollte ich unbedingt mitmachen!

So ein Kleidungsstück hatte ich nämlich zuletzt als Siebenjährige an und ich hab keine Ahnung, ob mir das heute steht oder ob es mir gar an mir gefällt. Aber wie soll man das bitte herausfinden, ohne auszuprobieren?

Aus dem very unsexy Wort „Hosenrock“ von damals ist jetzt „Culottes“ geworden ist. Marketing vom Feinsten ist das! 😀

Die Suche nach dem richtigen Schnitt war nicht so leicht – ich hab mich nach langem stöbern wieder an einen von Burda getraut, ich waghalsiges Stück! 😀 Mein erster Versuch ist ja schon eine Weile her und hat mich damals ziemlich desillusioniert. Aber die Zeit lässt einen ja so manche Qual vergessen! 😉
Also habe ich mal wieder den Schnittmusterbogen rausgetrennt und dann gleich wieder schallend gelacht!

Ich sag nur: #idontspeakburda! 😀 😀 😀

Es ist mir echt ein Rätsel, wie man auf diesem mysteriösen Kunstdruck tatsächlich seine Linien finden und abpausen kann. Jetzt war der Bogen aber schon ausgebreitet und es gibt in jeder Ausgabe genau ein Projekt mit erkennbaren Linien und nachvollziehbarer Anleitung. Burda nennt es „Nähschule“ – der Schnitt ist farblich auf dem Bogen hinterlegt und im Heft ist eine ausführliche und bebilderte Anleitung. In meinem Fall war es (welch glückliche Fügung 😀 ) der Schnitt eines Hosenrocks. Ich glaube ganz ehrlich, dass das der Hauptgrund war, weswegen ich mich überhaupt auf Burda eingelassen habe.
Mein Abo läuft übrigens jetzt im August aus und ich bin nicht wirklich traurig darüber. 😉
Der Stoff lagerte schon ewig bei mir und war mein letzter hosentauglicher. Ich weiß gar nicht mehr wo der her ist, aber bestimmt aus einem Online-Shop im Mega-Sale. Ich finde das etwas pink angehauchte Leo-Muster ganz okay, aber so wirklich vom Hocker gehauen hat es mich nun auch nicht. Keine Ahnung, was ich damit ursprünglich mal machen wollte.
Ich hatte auch viel zu wenig davon  – 30 cm mehr wären besser gewesen! Aber ich muss mal meinen alten Stoffbestand wegkriegen, hilft ja nix!

Ich hab also gequetscht und gerutscht und am Ende kürzere Beinteile zugeschnitten, aber die kamen mir sowieso von Anfang an zu lang vor.

Wenn mal zugeschnitten ist, dann läuft’s ja meistens ganz glatt. Das Hosenschlitznähen hab ich so gemacht, wie ich es von den Gingers gelernt habe und gar nicht auf die Anleitung geachtet.

Erstaunlicherweise war dann auch alles schnell alles zusammengenäht.

Dann hab ich das Teil angezogen und fand es….furchtbar! Anderen mag das stehen, ich fühle mich darin wie ein Mops mit Elefantenbeinen. Daher gibt es auch keine Tragebilder von dem häßlichen Ding, sorry. 🙂150820_Culottes_01

Aber praktisch sind so Hosenrockdinger aber schon und ich geb ja auch nicht so gerne auf. 😉

Dann hat Katharina ein paar Tania Culottes genäht. Nachdem sie mir versichert hat, dass das eigentlich ein Tellerrock mit Schritt ist, hab ich mich dran gewagt. 150820_TaniaCulottes_03

Das war mein erster Schnitt von Megan Nielsen und ich bin echt zufrieden damit. Schöne Anleitung, schöne Grafiken und das wichtigste: schöne Passform! Toll finde ich, dass Tania einen Formbund hat. Die, die gerade zugeschnitten werden, passen mir eigentlich nie und ich bin oft zu faul mir einen eigenen zu zeichnen.

Genäht ist das Teil schnell und unkompliziert, finde ich. Keine tricky Stellen, keine Fragezeichen im Kopf. Der Schnitt besticht meiner Meinung nach alleine durch die Idee, einen Tellerrock zur Hose zu machen. Das ist echt genial!150820_TaniaCulottes_02

Ich hab mich für ziemlich neutralen beigen Leinenstoff aus meinem Stoffkontor-Nähfreunde-Paket entschieden. Leinen mag ich einfach total gerne im Sommer, weil es so schön luftig ist. Außerdem tut es auch mal ganz gut, wenn nicht alles in meinem Schrank wild gemustert ist. 🙂

Der Rock oder besser gesagt: die Hose trägt sich echt gut und ich mag sie gerne, auch wenn ich diese taillenhohen Röcke nicht wirklich gewohnt bin. Aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. 🙂

Habt einen schönen Tag!

 

trenner1SHORTS FACTS
Stoff: Leo-Gabardine (unbekannt); Leinenstoff Barcelona in beige (Stoffkontor)
Schnitt: Culottes 113A (Burda Style 04/15); Tania (Megan Nielsen)
Verlinkt: RUMS

Als Nähfreund von Stoffkontor habe ich die verwendeten Stoffe im Austausch für die Nutzungsrechte an meinem Bildmaterial und ohne weitere Kosten zur Verfügung gestellt bekommen.
Dieser Post ist nicht Bestandteil dieses Probevernähens und spiegelt ausschließlich meine eigenen Erfahrungen mit Stoff und Schnittmuster wieder.

19 thoughts on “Dear Culottes, I don’t speak Burda!

  1. 1
    Fröbelina sagt:

    Das klingt doch nach nem Happy End und schön aussehen tut der Hosenrock auch! Das ist ne echt schöne Farbe uns mir gefällt die Kombi mit dem gestreiften Shirt.
    Liebe Grüße
    Katharina

  2. 2
    Tüt sagt:

    Dann hast du dich ja doch noch anfreunden können damit!
    Ich kenne solche Hosenröcke eigentlich nur in der Hose mit Stück Stoff davor-Version, wenn du weißt, was ich meine. Diese hier ist natürlich deutlich schicker und eigentlich ja auch was für die Arbeit. Da gibt es dann große Augen wenn man sich nicht verklemmt hinsetzen muss 😀
    Der schlichte Stoff gefällt mir super und ich finde, dass der Schnitt dir auch echt gut steht.
    Liebe Grüße!

    • 2.1
      superkatinka sagt:

      Jaaa, diese Hosen mir Lätzchen davor kenne ich auch, aber das finde ich merkwürdig. Kann mir nicht vorstellen, dass das auch von der Seite gut aussieht.
      Für die Arbeit ist aber so ne Sache… Fliegen können die Tania Culottes nämlich auch echt gut… 😉
      Außerdem frisst der Schnitt so verdammt viel Stoff, verlängern ist wirklich schwierig.
      Liebe Grüße und danke 🙂

  3. 3
    Jessica sagt:

    Sehr schick geworden deine Culottes! Ich bin immer noch unschlüssig ob ich das wagen soll, aber dein Ergebnis sieht klasse aus!

    Liebe Grüße, Jessica

    • 3.1
      superkatinka sagt:

      Also wenn du einen Tellerrock tragen würdest, dann würdest du auch ein paar Tania Culottes tragen!
      Los, ausprobieren! 😉

  4. 4
    andrea sagt:

    Gefällt mir gut an dir und ist sehr kombifreudig!
    Mir ging es ähnlich wie dir: Ich habe auch erst Culottes von burda genäht, die gefiel mir an mir gar nicht. Burdasprache kann ich, das war kein Problem. Dann bei Fröbelina Tania gesehen, überlegt, bestellt, genäht und prima!
    Vielleicht stehen Culottes nach burda-Art eher großen, schmalen Frauen, und die kleineren oder nicht ganz so schmalen sind mit Culottes nach Tellerrock-Art besser gekleidet.
    Viel Spaß beim Tragen wünscht
    Andrea

    • 4.1
      superkatinka sagt:

      Hallo Andrea!
      Ich hab mit Burda ohnehin meine Schwierigkeiten. Ich glaube, ich bin einfach nicht deren Figurtyp.
      Genäht bekomme ich die Sachen mittlerweile schon, aber nur, weil ich nun schon etwas generelle Näh-Erfahrung hab und die Anleitungen nicht mehr in vollem Umfang brauche.
      Trotzdem sitzen andere Schnitte von anderen Schnittdesignern einfach besser.
      Liebe Grüße!

  5. 5
    Alex Familia sagt:

    Hahaha, ich hab mir zwei Burdas aus der Bücherei geholt 😉 noch nix gemacht. Morgen muss ich sie wieder zurück bringen. Dann nehm ich mir eine andere und ein paar DIY mit

  6. 6

    #idontspeakburda ist super! Nur echt blöd, wenn man sich schon durchgekämpft hat und dann isses nix… Aber die zweite Version ist richtig klasse geworden und steht dir total super! Gefällt mir sehr an dir!
    Liebe Grüße,
    Marina

    • 6.1
      superkatinka sagt:

      Huhu! Naja, soooo traurig bin ich nicht, ich fand den Stoff ohnehin etwas seltsam 🙂
      Mich nervt nur, dass ich den Reißverschluss nun wieder rausfummeln muss! 😀
      LG

  7. 7

    Wenn man es einmal begriffen hat ist es gar nicht mehr sooo schwer Aber es geht auf die Augen , wenn es meine eigenen Schnitte sind dann markiere ich mir vorher mit einem Text marker meine Schnitt Teile

    • 7.1
      Wedelblog sagt:

      Textmarker ist eine gute Idee! Ich glaube, Burda passt insgesamt nicht so ganz zu mir. Mit den Schnitten von Indie Designern komme ich nach wie vor (firgurlich) am besten zu recht. Jetzt, wo ich die Burda los bin, probiere ich sicher mal ein anderes Magazin.

  8. 8

    Burda schreckt mich auch immer ab, dieses ganze Durcheinander. Dein Röckchen/Höschen ist schick geworden. Ich habe letzten Herbst ewig vergeblich nach einem Schnitt gesucht und mir dann eine fertige gekauft. Dieses Jahr probiere ich den neuen Schnitt von Stoff und Stil aus. Mal sehen, ob der was taugt. Liebe Grüße von Claudia

  9. 9
    Sandra sagt:

    Haha, ja – diese Burdaanleitungen….
    Am besten hilft: ignorieren!
    Deine Tania ist soooo schön geworden!
    Liebe Grüße
    Sandra

  10. 10
  11. 11

    Ich finde die eigentlich echt überschaubar und hatte von Anfang an keine Probleme….da gibt es viel schlimmere

  12. 12

    […] ich schon die lustigen Culottes von Megan Nielsen ausprobiert habe, wollte ich es gerne auch mit ein paar anderen Schnitten […]

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