Meine Neue – und ein paar Gedanken zum Nähmaschinen-Kauf

 

150109_brother_innov_is_955_01Ohhhhh, da ist sie! wedelwedel

Ist sie nicht wunder-wunder-wunderschön?

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Ich freu mich so, ich hatte echt Entzug!

Ich hoffe, wir beiden werden zusammen glücklich und bleiben länger ein Paar, als ich mit meiner Ex. Jaaaa, wir reden noch über Nähmaschinen. 😀

Ich fand und finde es immer noch nicht einfach, sich für eins von diesen vielen (teuren) Geräten zu entscheiden. Daher hab ich mir überlegt, dass ich meine bisherigen Erfahrungen hier kurz zusammenfasse. Vielleicht hilft das ja sogar dem ein oder anderen Einsteiger?

Als ich mir meine erste Nähmaschine kaufen wollte, war ich ziemlich naiv. Zuerst dachte ich, so viel kann so ein Ding ja nicht kosten. Im Ernst, das ist ja nur ne Nadel, die in Stoff piksen muss. Gibt’s ja auch schon ab 80€ bei jedem Discounter.
Und dann hab ich angefangen, mich schlau zu machen. Zuerst im örtlichen Laden, die mir als Einsteigermodell nur (und die Betonung liegt wirklich auf NUR) die brother anniversery dingens für um die 300€ angeboten haben. Eine Beratung habe ich damals nicht bekommen. Probenähen durfte ich auch nicht, weil ich ja noch nie überhaupt eine Nähmaschine bedient habe. Und eine Nähmaschine zu bedienen fällt ja auch absolut in die Schwierigkeitskategorie Rocket Science. Naja.

Mein bester Freund Google hat mich dann schon schlauer gemacht, denn für ein vielleicht Einmal-Ausprobier-Hobby wollte ich keine 300€ ausgeben. Heute sehe ich das anders.

Ich wollte also wenig zahlen und viel kriegen. 200€ war das absolute Maximum – damit hatte ich mein Budget ja immerhin schon verdoppelt!
Ich entschied mich dann für eine weniger gehypte Maschine vom selben Hersteller, die brother XQ3700.

Hier übrigens mein Freu-Bild mit meinem ersten Nähversuch. 🙂

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Sie hat keinen LCD Display und nur ein paar Einstellräder. Dafür hat sie eine Einfädelhilfe und eine Einstufenknopflochautomatik. Viel mehr Anforderungen hatte ich auch nicht. Ich wollte lieber in Maschinentechnik investieren, als in Bedien-Elektronik.

Die brother und ich sind ziemlich schnell gut miteinander zurechtgekommen, was ihr ja auf diesem Blog auch sehen könnt. Ich bin wirklich zufrieden gewesen mit der Maschine für das Geld. Gestört hat mich eigentlich nur, dass sie bei Knopflöchern manchmal aus unerklärlichen Gründen keine Lust hatte.

4 Monate nach dem Kauf der brother habe ich mit einer Overlock geliebäugelt. Auch hier habe ich mich wieder selbst eingelesen und wollte auch hier wieder keine Unsummen ausgeben. Denn hey – es ist ein Hobby! Ich bin wirklich bereit, Geld auszugeben, aber hier wird es einfach zu schnell Vierstellig, wenn ihr mich fragt. Ich habe mich dann für ein Gebrauchtgerät entschieden, einer bernette 610D. Bernette gehört zu Bernina und ja, ich weiß, dass da keine Bernina drin ist. In vielen Foren wird bernette richtig schlecht gemacht, aber ich bin sicher, dass Bernina nicht vorhat, sich mit der bernette Linie den Ruf zu ruinieren und daher muss die schon ordentlich sein.
Gut, als ich das erste Mal vor der Overlock gesessen habe, war das dann doch etwas wie Rocket Science und ich weiß auch gar nicht, wie ich überhaupt gelernt hab, das Ding zu bedienen. 😀
Das spricht also wirklich für diese Overlock, denn ohne Kurs oder Einführung habe ich wirklich schnell gelernt, damit umzugehen. Ich fädle auch dauernd neu ein, das macht mir nichts aus.

Wie auch immer, das hat meine brother natürlich wahnsinnig entlastet. Ohne die Overlock wäre ich sicher schneller an ihre Grenzen gestoßen.

Dann kam mein Mantel. Den habe ich komplett auf der brother genäht und sie hat sich wirklich gut geschlagen! Für so viele Lagen dicken Stoff ist sie sicher nicht vorgesehen! Teilweise hat sie Stiche ausgelassen, aber nie aufgehört zu nähen, ist nie heiß gelaufen. Trotzdem war das nicht das optimale, denn ich nähe wirklich gerne und habe auch noch einige andere Dinge vor.

Und dann ist da noch was…. Ihr kennt doch diese Engelchen-Teufelchen-Sache auf den Schultern? Bei mir sitzt da mein Kommunikationsdesigner-Ich und die sagt immer ganz laut: Du hast so viele Ideen, da kannst du doch noch mehr draus machen!
Ganz ehrlich, dass ich noch nicht versucht habe, meine eigenen Stoffe zu gestalten, ist alles!
Irgendwann sagte diese Stimme: Ach, jetzt müsstest du das noch besticken können!
Und ich finde natürlich, die Stimme hat Recht. Also, Recherchemodus Stickmaschine an!

Wer schon mal nach Stickmaschinen geschaut hat, der weiß auch, dass eine reine Stickmaschine in der billigsten Ausführung ungefähr das kostet, was meine beiden bisherigen zusammen gekostet haben. Ach herrje!

Man man man, was hab ich überlegt! Neue sehr teure Nähmaschine kaufen und Schneideplotter? (Schneidplotter sind nämlich meiner Meinung nach tolle Alternativen zu Stickmaschinen, außerdem können sie auch noch anderes Gedöns schneiden.) Neue mittelteure Nähmaschine kaufen und billigste Stickmaschine? Oder ein Kombigerät? Und wie bringe ich das bloß meinem Mann bei? 😀

Das waren so meine Fragen. Ich bin bei Kombigeräten immer sehr zwiegespalten. Ich wehre mich auch gegen Drucker/Scanner Kombinationen. Meistens können die nämlich beides nicht richtig.

In der Beratung sagte man mir, die brother innov-is 955 ist quasi die Nähmaschine innov-is 55 mit der Stickmaschine innov-is 90E kombiniert.

Danach ist es nur noch ein Rechenspiel und eine Platzfrage. Und ja, ich habe mich dann bewusst für die billigere und platzsparende Alternative entschieden. Ob die Entscheidung richtig war, sehe ich dann in den nächsten 6 Monaten.

Ich habe gestern Abend schon mal ein bisschen mit ihr gespielt und auch oft gequiekt vor Freude. So viel Komfort bin ich ja gar nicht gewohnt!

Das war nun doch recht viel Text.
Mein Gedankengang ist natürlich rein subjektiv und ich entscheide auch oft aus dem Bauch heraus. Damit bin ich bisher immer ganz gut gefahren. Wie habt ihr denn eure Maschine ausgesucht?

Und jetzt genug mit dem ganzen Bla, jetzt freu ich mich erst mal wie Bolle, dass nun eine neue tolle Maschine bei mir hab – pünklich zum Wochenende!

Ihr könnt euch denken, was ich bis Sonntag vorhab? 😉

wedelwedel

Kathrin

 

Ich verlinke diesen Post mal beim Freutag – Juhu!

4 thoughts on “Meine Neue – und ein paar Gedanken zum Nähmaschinen-Kauf

  1. 1
    Friederike sagt:

    Deine Neue sieht heiß aus! 😉 (Sorry, aber das konnte ich mir nicht verkneifen…)
    Also, ich kenne das Problem und habe einen ähnlichen Weg hinter mir. Nur mit dem Unterschied, dass ich damals direkt die „brother anniversery dingens“ gekauft habe. 😉 Eigentlich war das blöd, denn auch ich hatte vorher noch nicht kontinuierlich genäht und keine Ahnung, ob das was werden würde mit mir und dem Nähen. Im Nachhinein war es natürlich gar nicht blöd, denn das mit mir und dem Nähen ist echte Liebe und die Maschine ist super (finde ich!). Gekauft hab ich sie übrigens weil sie bei Stiftung Warentest gewonnen hatte (sehr spießig, ich weiß).
    Bei meiner Ovi bin ich dann Lemming-mäßig den unfassbar vielen zufriedenen Amazon-Käufern der W6 Overlock hinterher gelaufen. 😉
    Wie auch immer, es ist und bleibt schwer, da schließe ich mich dir absolut an, und ob es richtig war weiß man sowie so erst ein paar Wochen oder Monate später. Ich wünsch euch zwei Hübschen jedenfalls alles Gute! 😀

    • 1.1
      superkatinka sagt:

      Hey Friederike! Ha, siehste, da hatten wir bestimmt die selbe Verkäuferin. 😉

      Ich glaube dir, dass die Innov-is 10A (?) echt gut ist. Ich war ja mit meiner einfachen brother auch sehr sehr zufrieden. Ich denke, wenn ich beim Nähen von Deko hängengeblieben wäre, dann hätte die mir auch noch ein paar Jahre gereicht.
      Ach, und diese Testberichte… ich habe ne Weile neben dem Studium im Elektrohandel gejobbt. Da gab’s in jedem Test einen anderen Gewinner. Das da oft Geld fließt, ist ja nichts neues.

      Schön, dass du deinen Maschinenwerdegang hier auch mal kurz erzählt hast.
      Liebe Grüße!

  2. 2
    Fröbelina sagt:

    Jaaaa! 🙂 Wie schön die ist! Ich hoffe ihr beiden werdet gute Freunde 🙂 Ich finde das hast du richtig gemacht alles! Du nähst so viel und da macht das mit einer besseren Maschine einfach mehr Spaß! Ich war als ich meine Maschine gekauft hab erstmal im Laden, dann Google, dann Laden und ich habe mit tausend Menschen geredet und hunderte von Foren durchsucht und habe im Endeffekt die Maschine genommen in die ich mich beim ersten Ladenbesuch schon verliebt hatte 😀 Sie war nur sooo teuer! Aber jetzt sind wir beide sehr glücklich zusammen 😀
    Liebe Grüße
    Katharina

  3. 3

    Oh, deine Geschichte kommt mir ziemlich bekannt vor.
    Als ich festgestellt habe, dass ich Nähen will, kam auch erstmal die Frage auf, welche Nähmaschine ich denn haben will. Damals hatte ich auch keine Ahnung worauf ich achten muss, aber glücklicherweise hatte unsere Volkshochschule einen Anfänger-/Grundlagenkurs zum Nähen mit der Nähmaschine angeboten. Eigentlich wollte ich dort auch lernen, worauf ich achten muss.
    Ein paar Wochen vor dem Kurstermin, gab es aber beim Discounter eine Nähmaschine im Angebot, was wir festgestellt hatten, als wir eher ungeplant dort einkaufen waren. Wir meinten dann, dass die ~60€ ja nicht so schlimm sind und haben sie mitgenommen.
    Lange hatte ich an der Maschine dann nicht meine Freude. Einmal mussten wir die Maschine einschicken, weil sie sich verklemmt hatte und nix mehr ging, nachdem ich ein paar Mal mit den Handrad genäht hatte. Dann hat sie angefangen Stiche auszulassen, nachdem oder während ich einen Jeans-Tragegurt mit einem Musterstich versehen habe. Geradeaus nähen ging aber meist noch. Meine Reperaturversuche hatten nicht gebracht, das verantwortliche Teil hatte sich immer wieder gelockert.
    Da kein Geld für eine (vernünftige) neue Maschine vorhanden war, habe ich angefangen meine Eltern zu überreden mir ihre Maschine zu überlassen, die eigentlich eh nur im Schrank rumstand. So richtig wollten sie sich nicht von ihrem ehemaligen Hochzeitsgeschenk trennen, aber seit ein paar Jahren darf ich eine gute ~35-Jahre alte Veritas Textima 8014/4140 (mit Koffer) mein Eigen nennen.
    Die Maschine hat nur einen riesigen Nachteil. Sie kann keine Stiche nähen, die einen Rückstich beinhalten wie den 3-fach-gerad-Stich. Jersey kann ich also nur mit mit Zickzack nähen. Nun stehe ich vor der Frage, möchte ich vielleicht doch (zusätzlich) eine neue/moderne Nähmaschine, die jeden Stoff verarbeiten kann und evtl. sticken. Oder eine Overlock (definitiv nicht vom Discounter, einmal reicht) mit der ich den Jersey separat verarbeiten kann und dann vielleicht gleich noch als Kombi mit einer Covermaschine. (Liebe Ovation, ich warte leider immer noch auf den Lottogewinn.)
    Ach und ein Plotter schwirrt natürlich auch noch mit im Hinterkopf rum.

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