Tatü-Tata! – Ein Feuerwehrkuchen zum 2. Geburtstag

Letzte Woche ist mein kleiner Neffe zwei Jahre alt geworden und ich wollte ihm unbedingt einen ganz besonderen Kuchen backen – schließlich wird man ja nur einmal 2!

Jetzt bin ich natürlich als Kinderlose bei solchen Themen meistens erst mal heillos überfordert und habe echt lange überlegt, was einem kleinen Jungen wohl gefallen könnte UND was ich mir auch motivtortentechnisch zutraue.

Die erste Idee war, einen runden Kuchen halb blau und halb grün (also Gras und Himmel) einzudecken und dann einen Hund in 2D mit Fondant draufzupappen.
Alle Kinder mögen doch Hunde? Und der Kleine kann ja auch wunderbar wie einer bellen.

Diese Idee kam irgendwie nicht so gut an. Nicole fand 2D für unsere „krassen Fähigkeiten im Motivtorten-Business“ viel zu simple und die Männer fanden süße Hunde nicht cool genug für einen Zweijährigen.

Okay…. Also auf jeden Fall 3D. Und cool. Und machbar.

Ich erinnerte mich an einen der letzten Besuche bei dem kleinen Mann. Er durfte sich in einem großen Spielwarenladen ein Spielzeug seiner Wahl aussuchen (jaaaa, so eine liebe Tante bin ich 😉 ) und er hat sich sehr schnell und unfassbar zielstrebig für einen Notarztwagen entschieden.

Jetzt mal in Kuchenlandschaften gedacht: Notarzt gleich Unfall und Verletzte? Hm, nicht so geburtstagig.
Aber Feuerwehr, das ist doch gut: Hier kann man Feuer löschen! Immerhin entsteht durch die zwei Kerzen auf der Torte schon fast ein Flächenbrand, den man unbedingt fachmännisch löschen muss.

Also ans Werk.

Als Basis diente ein sehr simpler heller Rührteig, den ich auf dem Blech gebacken habe.

Für die Füllung habe ich eine Frischkäse-Buttercreme hergestellt und blau eingefärbt. Es dürfte ja allen von uns klar sein, dass ein Feuerwehrauto auch mit Wasser gefüllt sein muss?

Nun habe ich Stück für Stück den Blechkuchen zugeschnitten und mit der Creme zusammengeklebt, bis die grobe Form eines Autos entstanden ist.

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Mit dem Messer habe ich ihn dann das Führerhäuschen etwas abgerundet.

Nachdem ich mit der Form komplett zufrieden war, habe ich ihn großzügig mit Zartbitter-Ganache eingestrichen.
Die Ganache hatte ich schon am Vortag vorbereitet, damit sie die optimale Konsistenz hat.

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Nun fehlten mir noch ein paar Feinheiten, wie z. B. die Räder und natürlich auch der Brandherd, nämlich eine brennende Tonne, auf der dann die Geburtstagskerzen platziert werden können.

Für die Tonne habe ich ganz einfach mit einem Wasserglas drei Böden ausgestochen, mit Creme verbunden, etwas abgerundet und mit Ganache bestrichen.

Für die Räder habe ich die bisher abgeschnittenen Kuchenreste zerbröselt und mit Creme vermengt, so dass eine gut formbare Masse entstand. Daraus habe ich dann 4 Räder geformt und ebenfalls mit Ganache bestrichen.

Alle Teile durften dann im Kühlschrank übernachten.

Am nächsten Tag waren die Rohlinge schön fest geworden und bereit für die Deko.

Ich glaube, was ich hier gemacht habe, erklärt sich von selbst? Fondant gefärbt, ausgerollt, eingedeckt, andersfarbiges Fondant in Form geschnitten, aufgeklebt, usw.

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Man lernt ja bei allen Projekten immer etwas dazu. Hier habe ich gelernt, dass man den Kuchen nach Möglichkeit direkt auf der Kuchenplatte modelliert und dekoriert, denn es war nur mit Hilfe von 2 Männern und 4 großen Messern (die als Tortenheber dienten) möglich, die Torte umzuwuchten.

Auf der Tortenplatte angekommen, ging dann mein Deko-Spaß weiter, denn ich hatte noch von der blauen Creme und ein paar Kuchenreste übrig. Diese Creme durfte sich dann als Wasserlache direkt vor der brennenden Tonne niederlassen. Die Kuchenreste habe ich zerbröselt und schwarz eingefärbt und als Asche um die Tonne gestreut. Die zwei Feuerwehrmänner habe ich nicht modelliert, sondern auf Playmobil zurückgegriffen.

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4 thoughts on “Tatü-Tata! – Ein Feuerwehrkuchen zum 2. Geburtstag

  1. 1
    Nicole sagt:

    Einfach süß geworden

  2. 2

    […] essen ohne sofort Diabetes zu bekommen. Okay, außer Homer Simpson vielleicht. Bei meinem Feuerwehrauto hab ich das unterschätzt, denn ich glaube, hier wurde weniger als die Hälfte gegessen. Hm, gut, […]

  3. 3
    Kerstin sagt:

    Wow,sieht super aus. Du weißt was das bedeutet? Im Herbst bist du herzlich zu den Kindergeburtstagen eingeladen und musst den Kuchen nach Wunsch mitbringen.

    • 3.1
      superkatinka sagt:

      Haha, das nennt man dann also „einladen“ 😀
      Da hab ich ja Glück gehabt, das du mich nicht schon zu deinem Geburtstag nächste Woche „eingeladen“ hast! 😀

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